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25.09.2003 The Meteors, V8 Wankers - München, Feierwerk

Mit den Meteors verbinden mich eine Menge Erinnerungen, sie waren bei der ersten großen Psychobilly-Welle die Band schlechthin und ich kann mich an einige denkwürdige Konzerte erinnern, besonders gut an das 1985 mit Peter & the Test Tube Babies im Vorprogramm. So drängte es mich - getrieben von nostalgischen Gefühlen - konsequenterweise zum Feierwerk, wo mich 16 Euro Eintritt auch nicht mehr schocken konnten.

Wie man auf die Idee kommt die V8 Wankers als Opener für die ganze Tour zu verpflichten will ich gar nicht wissen, das ist wohl Major-Label-Strategie. Und was ein großes Label reitet im Rahmen der skandinavisch inspirierten Retro-Rock-Bewegung ausgerechnet diese Offenbacher Copy Cats unter Vertrag zu nehmen muss man wahrscheinlich auch nicht verstehen. Die V8 Wankers boten genau den Dicke-Eier-Rock, den man erwarten durfte, allerdings nicht die Spur originell und ohne jegliche eigene Note. Ich kann mit der Art Musik grundsätzlich schon was anfangen, aber ich schaue mir lieber die Originale an.

Nach einer künstlich in die Länge gezogenen Spannungspause betraten die alten Psychobilly-Helden die Bühne und es wurde zur Riesenenttäuschung. Dies lag zum einen sicherlich am etwas dürftigen Sound, aber das erklärt nicht alles. Irgendwie lieblos und ohne großen Wiedererkennungswert wurden die Songs runtergedroschen und bereits während des ersten Songs war klar, dass die Meteors ihren Zenith längst überschritten haben und ihre Zeit eigentlich abgelaufen ist.

Da kann sich Herr Fenech im Ox-Interview noch so sehr an die glorreiche Vergangenheit klammern und seine Band als das einzig wahre Original preisen, um die Tatsache, dass ihn Bands wie Mad Sin, Nekromantix oder Tiger Army mit ihrem frischen Ansatz, der nicht unbedingt der Old-School-Psychobilly-Definition der Meteors entspricht, längst hinter sich gelassen haben, kommt er nicht herum.

Trotz eines musikalisch enttäuschenden Abends bin ich über den Besuch des Konzertes nicht unglücklich, da die Gelegenheit geboten wurde sich anständig von einer alten Liebe zu verabschieden, die einem zu ihrer Hochzeit einige unvergessliche Abende bereitet und schöne Tonträger hinterlassen hat. Thanks and farewell to the Wreckinī Crew !


Cheesy